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Asbest-Sanierung

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Asbest ist ein natürlich vorkommendes, faserförmiges Mineral und fand dank seiner besonderen physikalischen und chemischen Eigenschaften binnen fast 100 Jahren, Anwendung in ca. 3.000 Produkten. Hierzu zählen:

  • Dach und Fassadenbekleidungen
  • Bodenbeläge
  • Wand- und Deckenputze
  • Spachtelmassen, Kitte, Dichtungsmassen, Dichtungsschnüre z.B.: an Brandschutztüren
  • Fliesenkleber
  • Entwässerungs-Rohrleitungen
  • Ummantelungen von Haustechnischen Rohrleitungen und Kanälen
  • Dichtungen von Rohrleitungen und Kanälen
  • Brandschutzplatten oder Spritzasbest bspw. an Stahlkonstruktionen
  • Nachtspeicheröfen

 

 


Asbest wurde 1993 als besonders krebserregender Gefahrstoff (K1) eingestuft. Voraussetzung für die krankmachende Wirkung ist, dass die Asbestfasern über die Atemwege in die Lunge gelangen und sich dort durch ihr Geometrie in den Alveolen festsetzen.

Die Latenzzeit für den Ausbruch asbestbedingter Erkrankung beträgt durchschnittlich 30 Jahre, was die Feststellung eines Zusammenhangs von Asbestfasern und dem Ausbruch eine Erkrankung erschweren kann.
 


Seit 1986 besteht ein Herstellungsverbot für bestimmte asbesthaltige Produkte (Spritzasbest wurde bereits 1979 verboten). Ein generelles Herstellungs- und Verwendungsverbot in Deutschland gilt jedoch erst seit der Einführung der Gefahrstoffverordnung im Jahre 1993.

Für alle Mitgliedsstaaten der EU gilt diese Verbot seit 2005.
 


Bei der Sanierung von asbesthaltigen Bauteilen sind gem. TRGS 519, bis auf wenige Ausnahmen, umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. So muss der zu sanierende Bereich luftdicht abgeschottet werden. Der Zugang zur „Sanierungszone“ hat über eine Dekontaminations-Schleuse ggf. mit Duscheinheit zu erfolgen. Das Personal muss je nach Faserfreisetzungspotential, Schutzanzüge und Atemschutz versch. Sicherheitsstufen tragen.

Für Materialtransporte aus der Sanierungszone muss eine Materialschleuse hergestellt werden. Über ein Unterdruckhaltegerät/Abluftgerät ist in der Sanierungszone konstant ein Unterdruck zu halten und ein intensiver Luftaustausch zu gewährleisten. Die gefilterte Abluft ist direkt nach draußen zu führt. Nach erfolgter Demontage der asbesthaltigen Bauteile sind diese in der Sanierungszone zu verpacken und auszuschleusen.

Erst nach erfolgter Feinreinigung und ggf. nach einer Freigabemessung durch ein externes Institut welches eine Fasermessung in der Raumluft der Sanierungszone durchgeführt, darf die Sanierungszone abgebaut werden. Sämtliche Arbeiten sind von Fachführungskräften gem. TRGS 519 zu koordinieren und zu beaufsichtigen.